Was sind Gallensteine?
Gallensteine sind harte Ablagerungen aus Bestandteilen der Gallenflüssigkeit (z. B. Cholesterin oder Bilirubin). Sie entstehen in der Gallenblase oder den Gallengängen und sind sehr häufig. Viele Menschen bemerken sie nie.
Wie entstehen sie?
Gallensteine entstehen durch ein Ungleichgewicht der gelösten Stoffe in der Galle. Häufige Auslöser:
- zu viel Cholesterin in der Gallenflüssigkeit
- Verdickung der Galle
- Störungen im Abfluss der Galle
Es gibt drei Hauptarten:
- Cholesterinsteine
- Pigmentsteine (aus Bilirubin)
- Mischsteine
Wer ist betroffen?
Gallensteine sind häufig – je nach Region haben 10–25 % der Erwachsenen Steine, oft unbemerkt. Frauen sind deutlich häufiger betroffen.
Welche Symptome können auftreten?
Viele Betroffene bleiben beschwerdefrei. Wenn Symptome auftreten, dann z. B.:
Leichte Beschwerden
- Druck- oder Völlegefühl im Oberbauch
- Blähungen
- Übelkeit (v. a. nach fettreichen Mahlzeiten)
Gallenkolik (typisch)
- plötzlich auftretende, krampfartige starke Schmerzen im rechten Oberbauch
- Ausstrahlung in Rücken oder Schulter
- oft nach fettreichen Speisen
Mögliche Komplikationen
- Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis)
- Gallengangentzündung (Cholangitis)
- Gelbsucht (Ikterus)
Wie werden Gallensteine diagnostiziert?
Standard: Ultraschalluntersuchung (Sonografie)
Behandlung – wann ist sie nötig?
Wenn keine Beschwerden ⇒ in der Regel keine Therapie nötig
Bei Beschwerden oder Komplikationen
- Schmerzbehandlung / krampflösende Mittel
- Entfernung der Steine aus dem Gallengang (ERCP)
- Operative Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) – einer der häufigsten Eingriffe
Vorbeugung
- normale Körpergewichtshaltung
- ballaststoffreiche Ernährung
- regelmäßige Bewegung
- vermeiden sehr fett- oder zuckerreicher Kost